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Auswahl von Value-Aktien

Kriterien für die Auswahl von Value-Aktien

Wir folgen einem defensiven Bewertungsansatz so dass die Auswahl der „richtigen“ Value-Aktien von entscheidender Bedeutung sind. Deshalb wenden wir folgende Auswahlkriterien bei der Erstellung unseres Aktien-Universums an:

  • Wir konzentrieren uns bei der Auswahl auf Industrieunternehmen und schliessen Aktien von Finanzinstituten/Banken/Versicherungen aus, da diese anderen Bewertungskriterien folgen. Hochriskante und undurchsichtige Geschäftsmodelle vermeiden wir.
  • Die Markt-Kapitalisierung muss größer als 500 Mio US Dollar sein um jederzeit liquide Märkte vorzufinden.
  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (Price Earning Ratio) einer Aktie sollte kleiner als 15 sein um tendenziell überbewertete Aktien auszuschliessen, getreu dem von Warren Buffet stammenden Motto: „Buy a wonderful company at a fair price“.
  • Der Marktpreis sollte zum Zeitpunkt der Bewertung größer als 7 US Dollar sein. Es hat sich gezeigt, dass Aktien mit kleinerem Marktpreis zu größeren Kursschwankungen neigen. Gleichzeitig steigt die Gefahr von sehr hohen Spreads oder speziellen und wenig liquiden Börsen (z.B.:  Pink-Sheets an OTCs).
  • Zur jeweiligen Aktie wollen wir Historiedaten von mindestens 10 Jahren zur Qualitätsprüfung sehen. Da wir einem defensiven Investitionsmodell  folgen, ist die Nachhaltigkeit von Trends und Wachstums über einen „langen“ Zeitraum für uns wichtig.

Diese Kriterien sind „nur“ ein Anfang der notwendigen und umfangreichen Value-Analysen. Sie sorgen dafür, dass wir zum Beispiel von ca. 11.500 an amerikanischen Börsen gehandelten Aktien in 2017 unser Aktien-Universum auf etwa 1.000 Aktien reduzieren können.   

Scoring des Aktien-Universums

Alle nach den oben geschilderten Kriterien ausgewählten Aktien werden Teil unseres Aktien-Universums. Im nächsten Schritt bewerten wir diese mit dem MC6-Score anhand von 18 Fundamentalindikatoren. Alle Bewertungskriterien und Fundamentalindikatoren sind in unseren MC Analyzer implementiert und halten sich an bewährte Value Investing Prinzipien um unsere Top Aktien zu erhalten.
Die besten 20 Aktien legen wir dann gleichgewichtet Anfang Februar in jedem Jahres in unser virtuelles Depot und halten diese für ein Jahr. Dann startet der Auswahl-Prozess für unser Aktien-Universum und das Scoring erneut. Unser virtuelles Depot wird dann durch die zu diesem Zeitpunkt besten Aktien erneut gefüllt. Innerhalb der einjährigen Investitionsphase führen wir keine Umschichtung oder Risiko-Anpassung im virtuellen Depot durch.

Performance des virtuellen Depots

Im Diagramm ist auf Wochenbasis die Performance-Entwicklung des MC6-Scores seit Januar 2016 dargestellt. Als Investment-Universum haben wir amerikanische Aktien, die an den Börsenplätzen NYSE und Nasdaq gehandelt werden ausgewählt.

Die Performance des virtuellen Depots wird mit dem zugehörigen Referenzindex (S&P 500 bzw. Dow Jones Industrial Average) verglichen. Da Transaktionskosten (wie zum Beispiel der Spread oder Verkaufsgebühren) oder Steuereffekte von den individuellen Bedingungen des Investors stark abweichen, sind diese in der Performance-Übersicht nicht enthalten.

Die Anfangsinvesitionssumme unseres virtuellen Depots ist 100,0 US Dollar.

Wichtiger Hinweis:

Quelle: eigene Berechnung mit Historie-Daten von S&P Global Capital IQ

Das Diagramm zeigt die Brutto-Wertentwicklung eines virtuellen Portfolios im Vergleich zum Referenzindex im dargestellten Zeitraum bei einem Anfangsvolumen von 100,0 $.
Bei der Entwicklung des Algorithmus wurden Historie-Daten ausserhalb des dargestellen Zeitintervalls verwendet.
Bitte beachten Sie, dass in der Vergangenheit erzielte Wertentwicklungen keine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Erträge darstellen.

Risikohinweis:

Die Vermögensanlage in Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen! Auch durch die Anlage Ihres Vermögens in mehrere Aktien werden mögliche Risiken zwar gestreut dennoch unterliegen Portfolios weiterhin Risiken; eine Übersicht über Anlagerisiken finden Sie hier.

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Performance von aktiven Investmentfonds fraglich!

In Image-Broschüren aktiv gemanagter Investmentfonds werden oft ausgeklügelte Strategien vorgestellt, die höheren Erträgen in Zeiten steigender Märkte und geringerer Verlusten in sinkenden Märkten realisieren sollen. Aber die Mehrheit dieser Fonds schaffen es auf Dauer nicht ihren Vergleichsindex zu schlagen bzw. eine auf Dauer höhere Rendite als der Markt zu erzielen!

In dem von S&P Dow Jones Indices LLC veröffentlichten „SPIVA® Europe Scorecard“ Report von Ende 2017 entwickeln sich ca. 98,8 % der in Euro gehandelten globalen Aktienfonds in einem Zeitraum von 10 Jahren schlechter als der zugehörige Vergleichsindex! Die durchschnittliche jährliche Rendite des Vergleichsindex lag bei ca. 7,8% wohingegen die aktiv gemanagten Fonds bei ca. 3,9% lagen. Ähnlich sieht das Ergebnis bei den Aktienfonds in Deutschland aus, die nur zu ca. 24,6% in einem Zeitraum von 10 Jahren den Vergleichsindex schlagen konnten.

Ein Hauptgrund dafür liegt in denen hohen Management-Kosten der aktiven Fonds. Werden aus Anlegersicht noch die relativ hohen jährlichen Managementgebühren von 1,0% und mehr berücksichtigt, so ist die Hürde für aktive Investmentfonds sehr hoch. Zudem kann man aus historischer Performance einzelner Fonds keine Rückschlüsse auf deren zukünftigen Performance schließen, so dass die Auswahl des richtigen Fonds zum Glücksspiel werden kann.

Alternativen liegen in den ETFs, die den Index abbilden und aufgrund ihrer geringen Gesamtkosten von wenigen Zehntelprozent im Wesentlichen so gut wie der zugrundeliegende Zielmarkt performen.

Fazit: Entweder müssen die Methoden und Tools für Fondsmanager von aktiven Investmentfonds deutlich verbessert werden oder ein Anleger tut gut daran mit ETF basierten Anlage-Strategien den Markt für sich arbeiten zu lassen.